Am 1. diesen Monats ist unsere WG in ein neues Haus umgezogen. Dieses ist um einiges westlicher, größer, moderner und verfügt über eine große Doppelgarage, was uns allen sehr gefällt. Allerdings hatte ich die Befürchtung, dass nun kaum noch Kinder zu unserem Haus kommen können, da der Weg zu weit wäre. Damit wäre ihnen nicht nur ihre alltägliche Freizeitbeschäftigung genommen worden, sondern uns auch ein großen Vorteil den wir gegenüber anderen Einsatzstellen haben (die meisten Voluntäre wohnen in westlicheren Gebieten und wohnen so weit entfernt von den Einsatzstellen), einen kurzen Schulweg und eine noch engere Bindung zu den Kindern. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass selbst hier Kinder kommen um mit uns zu spielen, zwar lange nicht so viele wie vorher, aber immerhin. Somit sind wir doch alle ziemlich zufrieden mit dem Umzug und richten uns langsam richtig ein.
Am Tag vor unserem Umzug sind Lasse und ich mit ein paar Kindern losgezogen, haben einige Kisten voll Holz gesammelt und Stockbrotstöcker geschnitzt. Denn wir als WG wollten uns irgendwie von unseren Kindern des Townships, die fast jeden Tag vor unserem Haus verbracht haben, verabschieden und haben uns dann auf ein Lagerfeuer mit Stockbrot geeinigt. Dies wurde auch super angenommen. So saßen wir noch lange zusammen, die Kinder tanzten und sangen und der Saft, die Orangen, die wir zurecht geschnitten hatten und das Stockbrot waren weg in Null Komma Nix.
 |
| Emihle beim Stockbrotessen |
Der Umzug an sich war um einiges stressiger als wir uns das vorgestellt hatten. Wir haben zwar morgens schon angefangen, aber wir wurden dann doch immer wieder von irgendwelchen Sachen überrascht, die doch noch mit mussten. Sehr erfreut waren wir über die Hilfe von Bongo, der unser bester Freund hier ist. Er half bis zum bitteren Ende. :-D So saßen wir dann erst am späten Abend zusammen am Braai bei unserem neuen Haus und waren erschöpft.
 |
| Die ganze Truppe vor unserem alten Haus |
Beim Einrichten wurden wir wieder mal von der tollen Community in Berlin überrascht. Uns fehlten nämlich noch einige Möbel. Diese Möbel wollten wir dann einfach mal selber bauen mit möglichst wenig Geld natürlich. Also haben wir uns auf Materialsuche begeben und im Baumarkt bei uns um die Ecke angefangen. Wir stellten uns dem Besitzer vor und fragten nach einigen kaputten Paletten, die wir vielleicht günstig übernehmen könnten. Der Besitzer war sehr freundlich und wollte gerne helfen, doch leider hatte er gerade alle kaputten Paletten zum reparieren wegfahren lassen. Er schickte uns weiter zum Supermarkt und zur örtlichen Fleischerei. Der Besitzer vom Supermarkt war dann so nett uns einige kaputte Paletten zur Verfügung zu stellen. Sein engster Mitarbeiter hatte auch mitgehört und hat uns gleich auch noch einige Deko und alte Möbelstücke, für die er keine Verwendung mehr hatte, mitgegeben. So wurde unser neues Haus immer wohnlicher und unsere Garage mutierte kurzerhand zum Heimwerkertraum.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen