Schon eine halbe Stunde vor Abfahrt, gingen die ersten Anrufe von aufgeregten Kindern ein, die bloß nicht vergessen werden wollten. Da wir keinerlei Informationen zum Ausflugsziel preisgaben, war die Stimmung im Auto umso gespannter. Mit sieben Kindern von der Nkosinathi Primary School (meiner Schule) und zwei Kindern von der Berlin Primary School (Steffens Schule) fuhren wir dann letzendlich nach East London.
Erster Höhepunkt des Tages war der Lion Park. Dies ist ein kleines Game Reserve, das Löwen, Tiger, Alpakas, Geparden und Schildkröten beherbergt. Nach einer ausgiebigen Runde durch den Park und über den riesigen Spielplatz, eröffneten wir den Kindern, dass wir nun zu den Löwen in den Käfig steigen würden. Erleichterung machte sich breit als zwei kleine Löwenbabys im Käfig auftauchten. Mutig stiegen alle ins Gehege, streichelten die kleinen Löwen und ließen sich ein paar mal fotografieren. Zurück beim Auto wurden eifrig die ersten Erfahrungen ausgetauscht und das Buffet eröffnet. Spontan wurde die Anlage des Autos zum DJ Pult umfunktioniert und um das Auto herum ausgelassen getanzt.
Eine bessere Figur gaben wir beim Minigolf ab. Wir stellten fest, dass dies zu großen Teilen unseren Vätern zu verdanken ist, die immer wieder Konzentration bei den Minigolfpartien unserer Kindheit einforderten. :-D Als wir Schläger und Bälle wieder abgeben wollten, wurde uns zu unserem Erstaunen eine Milchshakerunde und serviert, die uns einer der Gäste des Extreme Valley spendiert hatte.
Da unsere Mägen schon wieder anfingen zu knurren, war der nächste Halt das Restaurant zur goldenen Möwe. :-D Da es den ganzen Tag schon sehr warm war, wollten wir den Kindern noch eine kleine Abkühlung ermöglichen und hielten spontan beim Bonza Bay Beach. Natürlich waren unsere Versuche die Kinder davon abzuhalten sich komplett nass zu machen zwecklos. Schon nach einigen Sekunden lagen die ersten Kinder im Wasser und auch wir blieben nicht lange verschont.
Klitschnass ging es zurück ins Auto. Zufrieden schauten Steffen und ich in neun völlig erschöpfte Gesichter. Einige der Augen fielen dann auf der Heimfahrt endgültig zu. Mit Sicherheit werden auch wir diesen Tag so schnell nicht wieder vergessen und schon jetzt ist er für uns eines der Highlights des Jahres.
