Montag, 18. August 2014

Alltag

So langsam kehrt Alltag in Berlin City ein. Die Sportstunden laufen immer souveräner ab und die Kinder haben sich nun auch größtenteils an uns gewöhnt. Katharina und ich haben sogar schon unseren ersten Liebesbrief überreicht bekommen. Als Nachmittagsprojekt haben Katharina und ich die Volleyballmannschaft von Lennart und Jamila übernommen.
Das Volleyballteam
 Außerdem habe ich begonnen das U15 Fußballteam zu coachen und bin froh darüber meinen Lieblingssport hier weiter zu vermitteln. Um fit zu bleiben haben wir Jungs mit dem täglichen "7-Minuten Training" begonnen, trotzdem haben wir alle schon zugenommen. :-D
Workout in Berlin
Dies könnte vielleicht am häufigen Braaien (Grillen) an unserem heimischen Grill liegen. Weil unser Haus einem Kindergarten gleicht, durch die vielen Kinder in unserer Umgebung, die gerne ihren Nachmittag bei uns vor dem Haus verbringen, wird auch viel unserer Freizeit von den Kindern bestimmt. Schon morgens klopft es an unserer Tür und es wird nach Bällen oder sonstigen Spielsachen gefragt.
Mit Junior und Sunshine in unserem Vorgarten
 Am Abend zieht es uns entweder ins Hotel, den örtlichen kleinen Club mit afrikanischer Tanzmusik oder wir beschäftigen uns mit Gesellschaftsspielen aller Art.
Euer Christoph   

Erste Eindrücke

Hey Guys,
die ersten zehn Tage sind um und ich lebe noch!

Am letzten Freitag (1. August) ist der Flieger endlich gelandet auf dem Airport von East London, wo wir freudig empfangen wurden von Brett und Lars (unsere Koordinatoren hier in SA) und den Freiwilligen aus dem Vorjahr. In unserem Fall war dies Samuel, der witzigerweise aus dem gleichen kleinen Ort in der Nähe von Bremen stammt wie ich. Zusammen wurde dann unser Auto für das nächste Jahr mit dem ganzen Gepäck beladen und natürlich passierte das wie immer wenn man ankommt bei stömendem Regen. Weil Samuel meinte, dass er lieber noch einen Jungen dabei hätte für den Fall einer Reifenpanne, bin ich dann zu ihm ins Auto gestiegen und wir haben uns auf den Weg gemacht in das etwa 40 Kilometer entfernte Berlin. Berlin ist eine kleine Stadt (ca. 20.000 Einwohner), Größtenteils ein Township und unser Haus liegt so ziemlich in der Mitte. Abends gab es dann noch eine Willkommensparty für die neuen Freiwilligen im Haus von Lars, wo neue und alte Freiwillige sich ein erstes Mal richtig kennenlernen konnten.
Am nächsten Morgen ging es für uns neue Freiwillige sofort richtig los. Die alten Freiwilligen (Jamila, Lennart, Luisa und Samuel) hatten nämlich einen Abschieds- Sport- Day an meiner neuen Schule, der Nkosinathi Primary School, organisiert, wo unsere helfende Hand gerne in Anspruch genommen wurde. Wir wurden sehr herzlich von Lehrerschaft und den Kindern in Empfang genommen und hatten eine Menge Spaß. Am Abend gab es noch eine Verabschiedungsfeier der alten Freiwilligen, wo wir viele neuen Leute des Ortes kennenlernen durften.
Footballgame beim Sportsday der Nkosinthi  Primary School
Sonntagmorgen ging es dann mit allen in die St. Cathrine Church. Dort erlebten wir das erste Mal einen traditionellen Gottesdienst und wurden der anwesenden Gemeinde und dem Priester vorgestellt. Darauf sind wir wegen des guten Wetters nach East London an den Strand gefahren und haben einige Runden Volleyball gespielt.
Montag sind Katharina, Jamila, Lennart und ich dann zusammen zu deren Farewell Veranstaltung an unserer Schule gegangen. Jamila und Lennart wurden mit traditionellen Kleidern ausgestattet und dann mit mehreren Tänzen, Gesängen und Reden verabschiedet. Abends gab es dann noch eine gemütliche Abschiedsrunde mit Spielen jeglicher Art. :-D
Dienstag war der Abflugtag der alten Freiwilligen und es wurde hektisch gepackt. Nach unserer Verabschiedung haben Timo und Steffen sie dann zum Flughafen gefahren. (An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an die Vier! Sie haben uns hier wirklich viel hinterlassen, so dass uns der Start hier sehr erleichtert wurde. Außerdem hatten wir echt ein paar tolle Tage zusammen!) Für Katharina und mich war dies gleichzeitig unser erster richtiger Schultag, der gut geklappt hat und deshalb zu meinem Erstaunen ziemlich entspannt war.
One of the first Sportlessons
Etwas stressiger wurde das Ganze dann am nächsten Morgen. Die erste Klasse ist zwar echt süß, hört aber eher schlecht und versteht Englisch auch nicht so ganz. Nachmittags haben wir dann die Volleyballmannschaft trainiert und haben danach gefühlt mit allen Kindern des Townships eine Runde gejoggt.
Donnerstag sind wir Jungs alle zum Football Game der Berlin Primary School nach East London gefahren und haben die Mannschaft von Timo und Steffen gecoacht und angefeuert, leider nicht ganz erfolgreich. :-D
Am Freitag nach der Schule hat sich die Berlin-WG auf den Weg nach East London gemacht, um die anderen Freiwilligen dort zu besuchen. Abends gabs dann eine kleine Party im East London Hauptquartier.
Samstag ging es dann an den Nahoon Beach, wo wir das erste Mal im Meer geschwommen sind und die Dünen erkundet haben. Zum Essen und zur Beschäftigung ging es dann gemeinsam in die riesige Hemmingway Mall. Danach ging es nach Berlin zurück, wo wir Jungs uns es nicht nehmen lassen haben noch im Hotel (Club) vorbeizuschauen um ein paar Leute zu treffen.
Früh am Morgen wurden wir dann sehr unschön geweckt. Es regnete sehr stark und da unser Haus etwas tiefer liegt als das ganze Township lief uns das Wasser ziemlich schnell ins Haus. Im Regen wurden dann Barrieren gebaut, um das Wasser umzuleiten. Den Rest des Tages waren wir dann mit Saubermachen beschäftigt.
Apokalypse

Ich hoffe ich kann mich bald wieder melden, doch mit dem Internet ist das so eine Sache. :-D
Viele Grüße
Euer Christoph