Hey Guys,
die ersten
zehn Tage sind um und ich lebe noch!
Am letzten Freitag (1. August) ist der Flieger
endlich gelandet auf dem Airport von East London, wo wir freudig empfangen
wurden von Brett und Lars (unsere Koordinatoren hier in SA) und den
Freiwilligen aus dem Vorjahr. In unserem Fall war dies Samuel, der witzigerweise
aus dem gleichen kleinen Ort in der Nähe von Bremen stammt wie ich. Zusammen
wurde dann unser Auto für das nächste Jahr mit dem ganzen Gepäck beladen und
natürlich passierte das wie immer wenn man ankommt bei stömendem Regen. Weil
Samuel meinte, dass er lieber noch einen Jungen dabei hätte für den Fall einer
Reifenpanne, bin ich dann zu ihm ins Auto gestiegen und wir haben uns auf den
Weg gemacht in das etwa 40 Kilometer entfernte Berlin. Berlin ist eine kleine
Stadt (ca. 20.000 Einwohner), Größtenteils ein Township und unser Haus liegt so
ziemlich in der Mitte. Abends gab es dann noch eine Willkommensparty für die
neuen Freiwilligen im Haus von Lars, wo neue und alte Freiwillige sich ein
erstes Mal richtig kennenlernen konnten.
Am nächsten Morgen ging es für uns neue
Freiwillige sofort richtig los. Die alten Freiwilligen (Jamila, Lennart, Luisa
und Samuel) hatten nämlich einen Abschieds- Sport- Day an meiner neuen Schule,
der Nkosinathi Primary School, organisiert, wo unsere helfende Hand gerne in
Anspruch genommen wurde. Wir wurden sehr herzlich von Lehrerschaft und den
Kindern in Empfang genommen und hatten eine Menge Spaß. Am Abend gab es noch
eine Verabschiedungsfeier der alten Freiwilligen, wo wir viele neuen Leute des
Ortes kennenlernen durften.
| Footballgame beim Sportsday der Nkosinthi Primary School |
Sonntagmorgen ging es dann mit allen in die
St. Cathrine Church. Dort erlebten wir das erste Mal einen traditionellen
Gottesdienst und wurden der anwesenden Gemeinde und dem Priester vorgestellt.
Darauf sind wir wegen des guten Wetters nach East London an den Strand gefahren
und haben einige Runden Volleyball gespielt.
Montag sind Katharina, Jamila, Lennart und ich
dann zusammen zu deren Farewell Veranstaltung an unserer Schule gegangen.
Jamila und Lennart wurden mit traditionellen Kleidern ausgestattet und dann mit
mehreren Tänzen, Gesängen und Reden verabschiedet. Abends gab es dann noch eine
gemütliche Abschiedsrunde mit Spielen jeglicher Art. :-D
Dienstag war der Abflugtag der alten
Freiwilligen und es wurde hektisch gepackt. Nach unserer Verabschiedung haben
Timo und Steffen sie dann zum Flughafen gefahren. (An dieser Stelle nochmal ein
großes Dankeschön an die Vier! Sie haben uns hier wirklich viel hinterlassen,
so dass uns der Start hier sehr erleichtert wurde. Außerdem hatten wir echt ein
paar tolle Tage zusammen!) Für Katharina und mich war dies gleichzeitig unser
erster richtiger Schultag, der gut geklappt hat und deshalb zu meinem Erstaunen
ziemlich entspannt war.
| One of the first Sportlessons |
Etwas stressiger wurde das Ganze dann am
nächsten Morgen. Die erste Klasse ist zwar echt süß, hört aber eher schlecht
und versteht Englisch auch nicht so ganz. Nachmittags haben wir dann die
Volleyballmannschaft trainiert und haben danach gefühlt mit allen Kindern des
Townships eine Runde gejoggt.
Donnerstag sind wir Jungs alle zum Football
Game der Berlin Primary School nach East London gefahren und haben die
Mannschaft von Timo und Steffen gecoacht und angefeuert, leider nicht ganz
erfolgreich. :-D
Am Freitag nach der Schule hat sich die
Berlin-WG auf den Weg nach East London gemacht, um die anderen Freiwilligen
dort zu besuchen. Abends gabs dann eine kleine Party im East London
Hauptquartier.
Samstag ging es dann an den Nahoon Beach, wo
wir das erste Mal im Meer geschwommen sind und die Dünen erkundet haben. Zum
Essen und zur Beschäftigung ging es dann gemeinsam in die riesige Hemmingway
Mall. Danach ging es nach Berlin zurück, wo wir Jungs uns es nicht nehmen
lassen haben noch im Hotel (Club) vorbeizuschauen um ein paar Leute zu treffen.
Früh am Morgen wurden wir dann sehr unschön
geweckt. Es regnete sehr stark und da unser Haus etwas tiefer liegt als das
ganze Township lief uns das Wasser ziemlich schnell ins Haus. Im Regen wurden
dann Barrieren gebaut, um das Wasser umzuleiten. Den Rest des Tages waren wir
dann mit Saubermachen beschäftigt.
| Apokalypse |
Ich hoffe ich kann mich bald wieder melden, doch mit dem Internet ist das so eine Sache. :-D
Viele Grüße
Euer Christoph
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